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"Ich fand es toll, dass wir in den ersten Wochen so oft zum Wilden Westen gehen konnten und da Tiere für das Naturtagebuch beobachtet haben." Celina (10 Jahre)

Lernen von den Besten. Das war unser Motto in der ersten Maihälfte. Aus diesem Grund haben wir Kontakt mit einer Reihe von Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises aufgenommen und drei dieser Schulen im Mai besucht.

Als erste waren wir in der IGS Franzsches Feld in Braunschweig. Dort haben wir uns über die Jahrgangsteamstruktur und die Lernemtwicklungsberichte und Lernentwicklungsgespräche informiert. Interessant waren auch die Perle-Stunden. Perle steht hier für Persönliches Lernen und ist somit eine Form des individualisierenden Lernens. In diesen Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler an Plänen, die vor allem mit Inhalten aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch gefüllt werden. Sie bestimmen selbst, welche der im Klassenraum aushängenden Aufgaben sie in welcher der Stunden bearbeiten wollen. Dabei gibt es auch unterschiedliche schwere Aufgaben, um den unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder entgegen zu kommen.

 

Unsere zweite Reise führte uns dann nach Kassel. Die Offene Schule Waldau zeichnet sich ganz besonders durch ihre intensive Art der Elternarbeit und des sozialen Miteinanders zwischen Schülern und Lehrern aus.

Eine wichtige Säule der Schule ist auch hier die Organisation in Jahrgängen. Hierdurch können stabile Bindungen zwischen den im Jahrgang unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern und den Schülerinnen und Schülern entstehen. So fallen Veränderungen im Verhalten schneller auf und die gute Bindung sorgt dafür, dass oft schnell und unbürokratisch Hilfen organisiert werden können.

Darüberhinaus gibt es im Stundenplan festverankerte Stunden mit dem Titel Freies Lernen. Hier erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Themen möglichst eigenständig und bereiten Vorträge und Präsentationen vor, die sie dann im Morgenkreis in der Klasse vorstellen. Dabei wird der Anspruch in Bezug auf die Methoden, die Eigenständigkeit und die eigenen Ideen im Laufe der Schulzeit immer erhöht.

Auch in Bezug auf die Gestaltung von Schulraum konnten wir uns hier Einiges abgucken. Vor allem die Jahrgangshäuser der Jahrgänge 5, 6 und 7 haben es uns angetan.

Als letztes haben wir uns dann in Oldenburg die IGS Flötenteich angeguckt. Hierbei lag unserer Schwerpunkt auf dem sogenannten Themenplanunterricht. In diese Unterrichtsstunden gehen praktisch alle Nebenfächer auf. Einem gemeinsamen Oberthema, werden dann die einzelnen Fachinhalte zugeordnet und in sogenannten Modulen bearbeitet. Ziel dieses Unterrichts ist es, die inhaltliche Verknüpfung der Einzelfächer herzustellen und so dafür zu sorgen, dass die Inhalte tiefer bearbeitet  und besser behalten werden.

All diese Eindrücke werden wir jetzt sorgfältig mit dem Team der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer sortieren und in unser Unterrichtskonzept einarbeiten. Auf diese Arbeit freue ich mich schon besonders.

Allen Gastgeberschulen möchten wir auch an dieser Stelle noch für die nette Aufnahme und die offene und ehrliche Art und Weise danken, in der sie unsere Fragen beantwortet haben und uns Anteil an der Entwicklung ihrer Schule bis zum heutigen Tag gewährt haben.

Wir werden sicherlich mit allen in Kontakt bleiben und uns mit Fragen an sie wenden.

Silke Reinders

18. Mai 2012

Oberschule Ohlenhof
Halmerweg 71, 28237 Bremen
Tel: 0421 361 94246
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