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"Ich fand es toll, dass wir in den ersten Wochen so oft zum Wilden Westen gehen konnten und da Tiere für das Naturtagebuch beobachtet haben." Celina (10 Jahre)

Am Montag, den 5.11. 2012 machte sich eine 25 Personen umfassende Gruppe von Akteuren rund um die Oberschule Ohlenhof auf, um sich in Berlin den Rütli-Campus anzugucken und mit der Quartiersmanagerin Frau Wolter und dem pädagogischen Leiter Herrn Lehnert über die zahlreichen dort vorhandenen Kooperationen zu sprechen.

Um 7:30 Uhr fuhr der Bus in Richtung Berlin. Auf der fünfstündigen Fahrt ergaben sich viele Möglichkeiten für die Mitreisenden aus Oberschule, Grundschule Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Behörde und Beirat miteinander in Kontakt zu treten. Den derzeitigen Stand der Planung für das Bauvorhaben Oberschule Ohlenhof und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu besprechen. Natürlich kamen auch private Gespräche nicht zu kurz.

Gegen 13:30 Uhr trafen wir dann in Berlin am Rütli-Campus ein. Dort wurde der Bus aus Bremen von den Jugendlichen der Rütlischule mit Interesse beäugt und die Mitreisenden befragt, was sie denn dort machen wollten. Immer wieder wiesen uns die Jugendlichen darauf hin, dass dies eine gute Schule sei. Die Begeisterung für die Rütlischule war ihnen deutlich anzumerken.

Kurz darauf kamen dann Frau Wolter und Herr Lehnert und erzählten uns von der Entstehung des Campus. Schon vor langer Zeit wurden auf dem in öffentlicher Hand befindlichen Gelände gibt es zwei Kindertagesstätten, ein Gesundheitszentrum, ein Jugendfreizeitheim, eine Qualifikationsmaßnahme für die berufliche Orientierung von Jugendlichen, eine Schule für die Jahrgänge 7 – 10, eine Zirkusschule und die neugebaute Quartiershalle. Durch den offenen Brief der Lehrerinnen und Lehrer der Rütlischule, in dem sie sich im Jahr 2005 über die untragbaren Verhältnisse an ihrer Schule beklagten, wurde der Entwicklungsprozess in Gang gesetzt, der zur Entstehung des Campusgedanken führte.

Die bis zu diesem Zeitpunkt mehr nebeneinander als miteinander arbeitenden Institutionen begannen ihre Angebote zu vernetzen. Durch die Beschäftigung von Schulsozialarbeitern, die den Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Jugendhilfeeinrichtungen hielten, gelang es ein Netz zu knüpfen, dass den Schulerfolg der Kinder verbesserte und für eine deutliche Entspannung in der Schulatmosphäre sorgte. Immer mehr Kooperationen sorgten dafür, dass zum Einen das Gelände sich verschönerte und zum Anderen ein Angebot entstand, dass Kinder vom ersten Lebensjahr an bis zur Berufsreife aufnimmt und fördert.

Viele dieser Kooperationen wurden einfach begonnen und erst später vertraglich abgesichert. Alles im Hinblick darauf für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Neukölln das Beste zu wollen und gemeinsam dafür Sorge zu tragen die schulischen Erfolgsaussichten der jungen Menschen von ihrer sozialen Situation und von einem oft vorhandenen Migrationshintergrund abzukoppeln.

Auch baulich soll in den nächsten Jahren der Campusgedanke noch stärker verwirklicht werden. Zäune um die einzelnen Institutionen sollen, soweit es geht, verschwinden und weitere Gebäude entstehen. So soll es bald eine Werkstatt geben, die sowohl als Werkraum für die Rütlischule, als auch als offene Werkstatt für den Stadtteil genutzt werden kann. Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen werden ein eigenes Gebäude erhalten, das sie für Zusammenkünfte nutzen können und hier ein eigenes Beratungsangebot installieren können. Die bereits gebaute Quartiershalle ist nicht nur Sporthalle, sondern steht auch dem Quartier als Veranstaltungsort offen.

Um 17:00 Uhr machten wir uns dann wieder auf die Rückfahrt nach Bremen. Auch diese Tour wurde dazu genutzt, dass Gesehen in eigene Ideen einfließen zu lassen. Mit Sicherheit wird dieser Besuch einen positiven Effekt und neue Impulse für die Entstehung eines Campus im Ohlenhof-Quartier erbringen.

Oberschule Ohlenhof
Halmerweg 71, 28237 Bremen
Tel: 0421 361 94246
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