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"Ich fand es toll, dass wir in den ersten Wochen so oft zum Wilden Westen gehen konnten und da Tiere für das Naturtagebuch beobachtet haben." Celina (10 Jahre)

Planungsverfahren steht fest

VON ANNE GERLING
Ohlenhof. Kindergarten, Schule von Klasse 1 bis 13, Jugendhilfe, Berufsorientierung, Jugendfreizeitheim, Quartiershalle und Elternzentrum in direkter Nachbarschaft: Der „Campus Rütli", der als lokaler Bildungsverbund seit Mai 2007 im Berliner Bezirk Neukölln heranwächst, könnte auch für den Bremer Westen ein zukunftsweisendes Modell sein. So jedenfalls sieht es eine Bremer Delegation. Sie berichtete nach einem Besuch in der Hauptstadt im Fachausschuss „Standortentwicklung Oberschule Ohlenhof" des Gröpelinger Beirats über ihre in Berlin gesammelten Eindrücke und die neuesten Entwicklungen an Gröpelingens vierter Oberschule.

Die Oberschule Ohlenhof ist bekanntlich zu diesem Schuljahr in einem Pavillon der Grundschule am Halmer Weg gestartet und wird mittlerweile von 33 Fünftklässlern besucht. Währenddessen laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für ! den Bau eines Schulgebäudes beziehungsweise mehrerer Jahrgangshäuser. „Pädagogisch wäre es sinnvoll, nicht alle 500 Schüler in einem Gebäude unterzubringen", meint dazu die Gründungsbeauftragte Silke Reinders.
Inzwischen steht das Planungsverfahren für den städtebaulichen Workshop und den daran anschließenden hochbaulichen Wettbewerb für die Schule fest, wie Oliver Behnecke von Lernen vor Ort berichtete. Gesteuert werden soll das Verfahren von der Hamburger Firma „D&K drost consult". Dieses Team aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten bringt viel Erfahrung im Schulbau mit und hat laut Lüking vom Referat Liegenschaften der Bildungsbehörde bereits viele Projekte in der Überseestadt koordiniert.
Die weitere Planung sieht so aus: Über acht Wochen soll zunächst ein städtebaulicher Workshop laufen, in den drei Büros eingebunden werden. D! abei geht es vor allem auch darum, den genauen Schulstandort f! estzuleg en, damit dann parallel zum hochbaulichen Wettbewerb der Bebauungsplan geändert werden kann. Nach Mitteilung von Anne Lüking gibt es aktuell die Bauvoranfrage eines Interessenten. Er will auf einem Grundstück an der Wummensieder Straße Einfamilienhäuser bauen, das eventuell auch für den Schul-Campus infrage kommt. Daher wird nun ein Planaufstellungsbeschluss initiiert, der dem Schulvorhaben eine Vorrangstellung zusichert. Nach dem Workshop startet ein siebenwöchiges EU-weites Bewerbungsverfahren für den Hochbau-Architekturwettbewerb. Daraus sollen bis 13 Büros hervorgehen. Zum Abschluss gibt es ein Verhandlungsverfahren. Die Ortspolitik werde in der Jury vertreten sein, stellte Lüking in Aussicht. Das Verfahren werde auch im Beirat vorgestellt. Jeweils Anfang des Jahres solle im Fall der Fälle all jenen Parzellisten Bescheid gegeben werden, deren Gärten benötigt würden, damit sie sich darauf einstellen könnten, sagte Lüking. „Es muss jetzt zügig losgehen", stellte sie fest. Lüking schätzt, dass es etwa zwei Jahre dauert, bis auf der Baustelle tatsächlich gebaut wird.

Oberschule Ohlenhof
Halmerweg 71, 28237 Bremen
Tel: 0421 361 94246
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