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"Ich fand es toll, dass wir in den ersten Wochen so oft zum Wilden Westen gehen konnten und da Tiere für das Naturtagebuch beobachtet haben." Celina (10 Jahre)

Der Streichelzoo „Wilder Westen" soll in Richtung Parzellengebiet versetzt werden, um Platz für den Bau der Oberschule Ohlenhof zu machen: Das hat nun die Jury im Wettbewerb zur Standortfestlegung der vierten Gröpelinger Oberschule entschieden. Voriges Jahr ist die Schule mit zwei fünften Klassen in einem Pavillon der Grundschule am Halmerweg gestartet. Dieses Jahr soll es offenbar nur eine neue fünfte Klasse geben – und der Beirat macht sich für mehr Klassenzüge stark.
VON ANNE GERLING

Ohlenhof. Eigentlich komme nur der Halmerweg und der Mählandsweg in Frage: Dieser Auffassung waren alle drei Planungsbüros aus Bremen, Berlin und Lübeck, die Ende April ihre Vorschläge zum zukünftigen Schulstandort der Neuen Oberschule Ohlenhof präsentierten. Mitte Mai hat sich die Jury entschieden, wie jetzt offiziell wurde. Demnach soll die Oberschule auf dem jetzigen Gelände des Streichelzoos „Wilder Westen" gebaut und der Zoo in Richtung Parzellengebiet versetzt werden. Jugendfreizeitheim, Bolzplatz und die unter Denkmalschutz stehende Grundschule am Halmerweg bleiben unangetastet. Auf dem Grundstück des Nachbarschaftstreffs könnte eine Sporthalle gebaut werden, in der nicht nur Sport getrieben, sondern auch die Schulmensa eingerichtet wird. Diese Vorgaben sind nun Bestandteil eines hochbaulichen Wettbewerbs, der Ende Oktober beendet sein soll.
Plan für Streichelzoo entwickeln
Nun müsse schnell ein Plan für den Streichelzoo entwickelt und mit der Umsetzung begonnen werden, betonte vorige Woche in einer öffentlichen Sitzung des Gröpelinger Beirats Petra Wontorra (SPD), Sprecherin des Fachausschusses „Standortentwicklung Oberschule Ohlenhof". Nach den Ferien sollen parallel zum architektonischen Verfahren auch die Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen weiterlaufen und deren Ergebnisse mit verarbeitet werden.
Die neue Gr&ou! ml;pelin ger Oberschule war vorigen Sommer mit zwei fünften Klassen in einem Pavillon der Grundschule am Halmerweg gestartet. Zwei Räume für zwei weitere Klassen gibt es dort noch, „es sieht aber aus, als haben wir nur eine neue fünfte Klasse", teilte Schulleiterin Silke Reinders nun mit.
Denn von den Eltern wurde die Schule nicht gut angewählt, trotz ihres engagierten Kollegiums und ihrer guten Ausstattung. „Entgegen der Zahlen, die veröffentlicht worden sind, gab es eine Anwahl von 75 Kindern in den Erst-, Zweit- und Drittanwahlen für die Oberschule Ohlenhof. Das ist ein eher erstaunlich hohes Ergebnis, da diese Schule noch nicht erfassbar ist, da es das Gebäude faktisch nicht gibt. Auch in anderen Schulen, wie seinerzeit in der GSW, gab es zu Bau- beziehungsweise Planungszeiten geringe Anwahlzahlen. Gröpelingen hat ausreichend Kinder für die geplanten Züge in den vier Oberschulen, die Zahlen sind entgegen falscher Aussagen nicht rückläufig, sondern steigen seit Jahren an", betont allerdings der Gröpelinger Beirat und fordert von Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) die Einrichtung von zwei fünften Klassen.
Diesen Appell begründen die Ortspolitiker so: „Die wesentlichen Aufgaben einer Oberschule können in einer Einzügigkeit nicht umgesetzt werden." So könne bei Einzügigkeit weder eine zweite Fremdsprache ab Klasse sechs noch eine Fachleistungs-Differenzierung auf zwei Niveaustufen ab Klasse sieben in Mathematik und Englisch, in Deutsch ab Klasse acht sowie in den Naturwissenschaften ab Klasse neun umgesetzt werden. Auch müsse ein entsprechender Unterbau für die geplante Oberstufe gewährleistet sein. Auswirkungen hätte eine Einzügigkeit auch für die fünf Kinder mit besonderem Förderbedarf, die unter anderem an der Oberschule angemeldet worden sind: Wenn der neue fünfte Jahrgang tatsächlich einzügig startet! , gibt e s dort keine Inklusionsklassen, so dass diese fünf Kinder dann andere Oberschulen besuchen müssen, etwa die Oberschulen Helgolander Straße und Waller Ring. Entsprechend fordern die Ortspolitiker nun von der Bildungssenatorin, die Fünf zum Schuljahresbeginn in die Oberschule Ohlenhof aufzunehmen.
Erneut bekräftigt hat der Beirat in der Sitzung seine bereits bestehende Forderung, in Gröpelingen eine Oberstufe einzurichten und so die Zahl der Abiturienten im Stadtteil zu erhöhen.
Zeitgleich war am Mittwochabend die Oberschule Ohlenhof auch kurz Thema im Bildungsausschuss des Waller Beirats. Denn wenn dort nun zusätzlich Gröpelinger Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet werden sollen, so die überwiegende Auffassung, dann müssten an den Schulen – wenn die Inklusion gelingen soll – auch dringend mehr Sonderpädagogen eingesetzt werden.

Oberschule Ohlenhof
Halmerweg 71, 28237 Bremen
Tel: 0421 361 94246
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