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"Ich fand es toll, dass wir in den ersten Wochen so oft zum Wilden Westen gehen konnten und da Tiere für das Naturtagebuch beobachtet haben." Celina (10 Jahre)

Campus Ohlenhof war Thema im Fachausschuss „Kinder, Jugend, Bildung und Sport“

VON ANNE GERLING

Ohlenhof.Bis Ende Oktober beziehungsweise Anfang November muss es eine Entscheidung dazu geben, wie es in Sachen Campus Ohlenhof weitergehen soll: So ist es von SPD und Grünen beschlossen worden.

Vorige Woche hat es deshalb nun ein erstes Treffen der zentralen Akteure gegeben, die einerseits das Campus-Ohlenhof-Konzept und andererseits die Überlegungen zu Erweiterungen vorhandener Schulbauten in Gröpelingen ergebnisoffen prüfen und auf dieser Basis einen Beschluss zur nachhaltigen Stärkung des Bildungsstandortes Gröpelingen erarbeiten sollen. Dabei wird nun unter anderem nach günstigeren Varianten für einen Schulbau gesucht. „Es gibt Möglichkeiten, das Ganze auf eine finanzielle Basis zu stellen, die niedriger ist. Ich bin gebremst optimistisch“, berichtete dazu Silke Reinders, Schulleiterin der Oberschule Ohlenhof, in der ersten Sitzung des Fachausschusses „Kinder, Jugend, Bildung und Sport“ des Gröpelinger Stadtteilbeirats.

 

Auf dem Gelände der Grundschule am Halmerweg haben währenddessen unmittelbar hinter Pavillon drei – in dem die Oberschule Ohlenhof seit ihrem Start im Jahr 2012 provisorisch untergebracht ist – die Aufbauarbeiten für ein neues Containergebäude für zunächst zwei Schulklassen begonnen. In den Herbstferien wird Reinders zufolge außerdem ein weiteres großes Containergebäude aufgestellt, so dass zum Winter alle Klassen der Oberschule den Pavillon drei verlassen werden.

Das Gebäude soll anschließend wie zuvor auch die anderen beiden Grundschul-Pavillons saniert werden. Diese Arbeiten sollen Anfang des Jahres beginnen; sobald das Gebäude fertig saniert ist, kann die Grundschule es dann endlich wieder nutzen. Dort findet der Unterricht seit drei Jahren zum Teil in Containern statt.

Wie von SPD und Grünen beschlossen, werden nun also ergebnisoffen alle Varianten dazu geprüft, wie es mit der Oberschule Ohlenhof weitergehen soll und ob der Campus-Gedanke – also die Verzahnung des Neubaus mit der benachbarten Grundschule und den umliegenden Jugend-, Sport- und Freizeiteinrichtungen zu einer attraktiven Schul- und Bildungslandschaft – weiter verfolgt wird. Wäre dies der Fall, würden auch Mittel aus dem Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) fließen – bei anderen Lösungen hingegen nicht.

Bei der Prüfung müsse dringend darauf geachtet werden, dass Gleiches mit gleichem verglichen werde, unterstrich der neu gewählte Ausschusssprecher Martin Reinekehr (SP): „Wenn man einfach an funktionierende Schulen auf der grünen Wiese was dran baut, dann kann man das nicht mit dem geplanten Campus vergleichen!“ Für ihn steht außerdem fest: „Wir wollen hier in drei Jahren eine Schule haben! Wenn man jetzt wieder bei Null anfängt, dann sind wir wieder bei sieben Jahren. Das muss man den Eltern hier ersparen!“

Nun sei es an den Fachplanern, valide Zahlen zu liefern, erwartet auch Ingo Wilhelms, der für Gröpelingen verantwortliche Stadtteilsachgebietsleiter im Ortsamt.

„Der Stadtteil hat gezeigt, dass wir gut zusammenhalten können. Wir sollten an dieser Solidarität festhalten“, blickte der neue stellvertretende Ausschusssprecher Bernd Brejla (Die Linke) auf die vergangene Woche zurück. Positiv haben Ortspolitiker, Eltern- und Schulvertreter erste Äußerungen der Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) zum Stichwort „Campus Ohlenhof“ in einem Fernsehinterview aufgenommen. Möglichst schnell wollen sie die Senatorin nun zu sich in den Stadtteil einladen, um ihr persönlich die Gegebenheiten vor Ort zu zeigen und Einrichtungen vorzustellen.

Für den im Februar 2012 eingerichteten nicht-ständigen Fachausschuss „Entwicklung Oberschule Ohlenhof“ soll es ein Nachfolgegremium geben, beschloss der Bildungsausschuss außerdem. Dieser neue Fachausschuss könnte „Bildungslandschaft für den Bremer Westen“ heißen, und neben externen Gästen wie zum Beispiel Eltern, Bürgern oder Behördenvertretern sollten darin dann nach Möglichkeit auch Ortspolitiker aus Walle sitzen, die das Thema am Mittwoch, 22. Juli, im Fachausschuss „Schulische Bildung, Weiterbildung und Migration“ auf der Tagesordnung stehen haben.

Oberschule Ohlenhof
Halmerweg 71, 28237 Bremen
Tel: 0421 361 94246
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